Eisbär (Ursus maritimus):
Fleischfressendes Säugetier: Das stärkste Landraubtier auf unserem Planeten. Das Männchen (rechts) kann über 600 kg wiegen und ist damit viel grösser und schwerer als das Weibchen (links). Aufgrund seiner an das Packeis gebundenen Lebensweise wird er oft als Meeressäuger betrachtet.
IUCN-Status: Gefährdet
Anpassung an die Kälte: Das Fell des Eisbären ist sehr dicht und weiss, zumindest dem Aussehen nach. Die Haare sind in Wirklichkeit hohl und fast durchsichtig. Die Haut des Eisbären ist schwarz, wodurch er die Sonnenstrahlen am besten einfangen kann, um sich durch seine besonderen Haare zu wärmen. Eine dicke Fettschicht vervollständigt diesen perfekten Wärmeanzug, mit dem er bis zu -40 °C aushält.
Endemismus und Verbreitung: Mehrere Populationen sind rund um den Polarkreis verteilt. Im Winter konzentrieren sich die Bären auf dem Packeis, um zu jagen. Im Sommer überleben sie von ihren Fettreserven und wandern weiter nach Süden.
Platz im Ökosystem: Dieses mächtige Raubtier steht an der Spitze der Nahrungskette in der Arktis. Seine fast ausschliesslich fleischfressende Nahrung besteht hauptsächlich aus Robben. Seine Ernährung kann sich um Vogeleier, Fisch, Walkadaver und sogar Belugawale erweitern. Einige Individuen fressen als letzte Möglichkeit Algen. Der Sommer ist eine schwierigere Jahreszeit, was die Beutetiere betrifft, während der Winter viele Möglichkeiten für Jagdgebiete bietet.
Auswirkungen des Klimawandels und menschlicher Aktivitäten: Der Eisbär ist zu einem Symbol für die Erwärmung des Polarkreises geworden. Das Verschwinden des Packeises wirkt sich direkt auf seine Jagd- und Fortpflanzungsmöglichkeiten aus. Das Abschmelzen bringt auch den Lebenszyklus arktischer Arten wie Fische und Krustentiere, von denen sich die Robben ernähren, durcheinander. Handelsaktivitäten, Konflikte mit Menschen, Jagd, Umweltverschmutzung, Krankheiten und unregulierter Tourismus sind zusätzliche Bedrohungen, die das Überleben der Eisbären beeinträchtigen.
Ausgeliehen von Walter Benz