KLEINER MEERESPERRIKO
FRATERCULA ARCTICA
Vogel aus der Familie der Pinguine: Ein Vogel, der in der Luft fliegen und unter Wasser fortbewegen kann, mit dem typischen schwarz-weißen Gefieder der Seevögel. Er ist etwa 30 cm groß und hat eine Flügelspannweite von 60 cm.
Er ist an seinem breiten, bunten Schnabel zu erkennen.
IUCN-Status: In Europa vom Aussterben bedroht und weltweit gefährdet.
Verbreitung: Er ist in Europa endemisch und lebt in den gemäßigten Zonen des Nordatlantiks und des westlichen Mittelmeers. In der warmen Jahreszeit ist er auch in den arktischen Regionen anzutreffen.
Platz im Ökosystem: Er lebt in sehr großen Kolonien auf unzugänglichen Klippen, wo er manchmal mit anderen Pinguinarten zusammenlebt. Er gräbt mit seinem Schnabel einen Bau, um dort Eier zu legen, oder er besetzt ein Loch das bereits von einem anderen Vogel oder manchmal sogar von Kaninchen gegraben wurde. Er fängt Fische, darunter den Nordischen Sandaal. Er kann mehrere gleichzeitig fangen und sie in seinem breiten Schnabel im Flug halten.
Auswirkungen der globalen Erwärmung und menschlicher Aktivitäten: Die Überfischung der Sandaale, einer wichtigen Nahrungsquelle für die Vögel des Nordatlantiks, wirkt sich negativ auf das Überleben der Küken und der erwachsenen Tiere aus. Die Vögel verfangen sich auch in bestimmten Fanggeräten wie Kiemennetzen und sterben durch Ertrinken. Ölverschmutzungen wirken sich auf die gute Gesundheit der Populationen aus.
KLEINER PINGUIN
ALCA TORDA
Vogel aus der Familie der Pinguine: Ein flug- und schwimmfähiger Vogel mit dem typischen schwarz-weißen Gefieder der Seevögel. Der Kleine Pinguin ist 35 cm groß und hat eine Flügelspannweite von 60 cm.
IUCN-Status: Geringfügig besorgniserregend, aber in einigen Regionen nahezu bedroht.
Endemismus und Verbreitung: Er ist in Europa endemisch und auf die Küsten des Nordatlantiks und der europäischen Arktis angewiesen (im Sommer brütet er im Südwesten Grönlands, in Skandinavien und bis zur Halbinsel Kola), man findet ihn (selten) auch im Mittelmeerraum. Seine Kolonien nisten auf felsigen Klippen.
Platz im Ökosystem: Als kleiner Raubvogel fängt er hauptsächlich Fische. Er ist ein großer Verzehrer des Nordischen Sandaals (Ammodytes marinus), eines kleinen Fisches mit fettem Fleisch.
JUNGE RINGELROBBE
PUSA HISPIDA
Fleischfressendes Säugetier: Sie ist die zweitkleinste Robbe. Bei der Geburt ist sie 60 cm lang und wiegt 4 kg. Ausgewachsen erreicht sie eine durchschnittliche Länge von 1,3 m mit einem Maximum von 1,65 m.
IUCN-Status: Geringfügige Besorgnis.
Anpassung an die Kälte: Das Jungtier wird mit einer schützenden "Wolle" (oder Lanugo) geboren die es gegen die Kälte isoliert und mit einer sogenannten "braunen" Fettschicht um einige Organe, die die Wärmeproduktion ermöglicht ohne zu frösteln (Thermogenese). Als Erwachsener jagt er fast ständig unter Wasser nach Nahrung, um eine dicke Speckschicht (weißes Fett) unter seiner Haut zu erhalten. Sein angepasstes Blut Netz besitzt ein Rete mirabilis (Wundernetz) an den Beinen, das ein effizienter Wärmetauscher ist, um die Extremitäten vor dem Auskühlen zu bewahren.
Verbreitung: In allen Meeren des Arktischen Ozeans, auf dem Packeis an den Küsten und in Buchten. Er vermeidet es, die Küsten zu verlassen.
Platz im Ökosystem: Jagt unter dem Packeis Polardorsch und vor der Küste Fische und den nordischen Krill. Der Eisbär ist sein Hauptprädator.
Auswirkungen von Umweltverschmutzung und menschlichen Aktivitäten: Die Robbe wird wegen ihrer Haut und ihres Fettes von den indigenen Völkern der Arktis verzehrt und genutzt. Sie vermeiden jedoch zunehmend den Verzehr ihres Fleisches, das durch die Quecksilberverschmutzung beeinträchtigt wird. Die globale Erwärmung wirkt sich auch auf die Jungen aus. Das vorzeitige Abschmelzen des Packeises in der Saison zwingt sie dazu, im Meer zu tauchen, obwohl ihr Fell dies noch nicht zulässt.
ENDEMISMU
DIE FAMILIE DER AGONIDAE
Kleine Fische, deren Körper mehr oder weniger mit einem "Panzer" aus Hautplatten und zu Stacheln umgewandelten Schuppen bedeckt ist. Sie kommen in den nördlichsten Meeren vor und sind nur sehr begrenzt verbreitet, wie z. B. die Behaarte Seemaus (Agonus cataphractus) oder die Schnurrbart-Seemaus (Leptagonus decagonus) in Nordeuropa.