ARKTISCHER SEESKORPION

MYOXOCEPHALUS SCORPIUS

Fisch aus der Gruppe der Groppen: Er ist der häufigste und größte der arktischen Groppen. Er kann bis zu 60 cm lang werden.

IUCN-Status: Geringfügige Besorgnis.

Anpassung an die Kälte: Frostschutzproteine in seinem Blut verhindern, dass das Blut gefriert.

Endemismus und Verbreitung: Kommt diskontinuierlich in mehreren arktischen und subarktischen Regionen Europas (besonders in Norwegen) vor.

Platz im Ökosystem: Er lebt am Meeresboden in Küstennähe. Er ernährt sich von kleinen Fischen und wirbellosen Meerestieren. Er ist in seiner Umgebung, die aus felsigem Grund, Steinen oder schlammigem Sand besteht, leicht zu verwechseln. Er dient vielen Tieren, wie z. B. Robben, als Beute.

Auswirkungen des Klimawandels und menschlicher Aktivitäten: Die Schwermetallverschmutzung in Westgrönland hatte einen deutlichen Einfluss auf diese Fischpopulationen.

 

GRAYMOUSE

CRENOMYTILUS GRAYANUS

Muschel: Riesenmuschel, die bis zu 15 cm lang wird und 120 Jahre alt werden kann. IUCN-Status: nicht gefährdet.

Endemismus: Kommt in arktischen und subarktischen Regionen, an den amerikanischen und russischen Küsten des Nordpazifiks und in den Meeren um Japan vor. Man findet diese Muschelart in flachen, vor der Brandung (Wellenschlag) geschützten Küstengebieten zwischen 50 cm und 30 m Wassertiefe.

Stellung im Ökosystem: wird von großen Arten gefressen. Obwohl sie dank ihres dicken Byssus (von der Muschel abgesonderte Fasern aus "Meeresseide") fest mit dem Untergrund verbunden ist, gelingt es Walrossen die Muschel vom Meeresboden zu reißen.

Auswirkungen menschlicher Aktivitäten: Eine kürzlich durchgeführte Studie hat gezeigt, dass Umweltverschmutzung die DNA in seinen Zellen verändern oder zerstören kann.

 

ISLANDISCHE PRAIRE oder ISLANDISCHE ZYPRINE

ARCTICA ISLANDICA

Muschel: Ihre massive, sehr dicke Schale ist selten länger als 12 cm.

IUCN-Status: Keine Daten.

Kälteanpassung: Diese Muschel hat eine verlangsamte physiologische Funktion die es ihr ermöglicht, bei niedrigen Temperaturen zu überleben.

Endemismus und Verbreitung: Typisch für die arktischen Meere und den Nordatlantik. Man findet sie auch in Nordsibirien und auf Spitzbergen. Seine geografische Verbreitung ist seit 9000 Jahren eingeschränkt, früher war er im Mittelmeerraum zu finden.

Platz im Ökosystem: Je weiter nördlich diese Molluske lebt, desto länger kann sie sehr alt werden (aufgezeichneter Rekord: 507 Jahre!). Mit einer Wachstumsrate von weniger als 1 Millimeter pro Jahr wächst seine sehr dicke Schale nicht schnell.

Auswirkungen des Klimawandels und menschlicher Aktivitäten: Umweltverschmutzung und steigende Temperaturen scheinen die Art zu beeinträchtigen und ihre Lebensdauer zu verkürzen.

 

SCHNEEEULE   

BUBO SCANDIACUS

Vogel aus der Familie der Eulen: Er ist der nördlichste aller Raubvögel. Er ist 70 cm lang, hat eine Flügelspannweite von 1,60 m und kann bis zu 2,5 kg wiegen.

IUCN-Status: Als gefährdet eingestuft, in Europa von geringerer Bedeutung.

Anpassung an die Kälte: Sehr dickes Gefieder, auch an den Beinen, wo die Federn sehr lang sind.

Endemismus und Verbreitung: Kommt in der gesamten Arktis und auf allen Kontinenten der nördlichen Hemisphäre vor.

Platz im Ökosystem: Er ist ein Nachtjäger, der aufgrund seiner besonderen Federstruktur sehr leise fliegt. Er ernährt sich von Nagetieren die er in der Tundra aufspürt, insbesondere von Lemmingen.

Auswirkungen menschlicher Aktivitäten: Er wird durch Pestizide beeinträchtigt die sich in seinen Beutetieren anreichern. Er wird durch die nächtliche Lichtverschmutzung gestört die seine Jagdgewohnheiten und die seiner Beutetiere verändert welche daran gewöhnt sind, nachts aus ihren Bauten zu kommen.

 

NORDISCHER KRILL

MEGANYCTIPHANES NORVEGICUS

Euphausiaca-Krebstier: Sieht aus wie kleine Garnelen und ist zwischen 2 und 4,5 cm groß.

IUCN-Status: Keine Daten, aber Populationen im Rückgang.

Verbreitung: Man findet ihn im gesamten Nordatlantik, im Mittelmeer und in der Arktis.

Stellung im Ökosystem: Er ist die Grundnahrung für viele Meerestiere wie Fische, Vögel und Meeressäuger wie Wale. Nach einem schnellen Wachstum seiner Larven schließt er sich zu Schwärmen zusammen die bis zu einer Million Individuen umfassen können. Seine Ernährung variiert je nach Region, in der er sich aufhält und je nach Jahreszeit: Oft ist er ein Pflanzenfresser, der sich opportunistisch auch von kleinen Tieren des Zooplanktons ernährt.

Auswirkungen des Klimawandels und menschlicher Aktivitäten: Wissenschaftler haben festgestellt, dass der Bestand an Oberflächen Krill in den letzten 60 Jahren um 50 % zurückgegangen ist. Da die Art jedoch vorzugsweise in den Tiefen des Atlantiks lebt, sind die Auswirkungen dieses Rückgangs auf den gesamten Bestand noch nicht festgestellt worden.